Tagebuch 1.-7. November
Aus Réunion 2004-2005
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Inhaltsverzeichnis |
1. November
Strandparty
Für heute hatte Yvonne eine Einladung zu einer Strandparty in St. Pierre, zu der wir auch kommen sollten. Fünf Uhr abends erschien uns etwas spät, deswegen wollten wir schon am Nachmittag fahren. In der Zeitung hatten wir allerdings in einem Supermarkt ein Sonderangebot entdeckt, dass wir uns nicht entgehen lassen wollten. Natürlich haben an Allerheiligen auch hier die Geschäfte zu, aber eben nicht alle. Besagter Supermarkt - auf dem Weg nach St. Pierre - sollte um 12:30 Uhr schließen. Also packten wir um 12 Uhr Indie, Marie-Lourdes und Yvonne ins Auto und fuhren zu dem Supermarkt. Dort stellten wir fest, dass er doch den ganzen Tag offen hätte und der Schirm um ganze 10 Cent heruntergesetzt war. Wir kauften ihn natürlich trotzdem, das verlockende Angebot einer F.A.Z. vom Mittwoch ließen wir aber rechts liegen.
Am Strand haben wir den Sonnenschirm gleich aufgebaut und alle durften zumindest den Kopf drunter legen. Für 3 Uhr waren wir noch mit Damien verabredet und haben ihn zu Hause besucht. Zum Tee erzählten wir von unseren ersten beiden Wochen auf der Insel und ließen uns wegen Ausflügen in die Cirques beraten. Auch dieses Mal hatten wir die Gelegenheit, seine große Sammlung von Bäumen, Büschen, Orchideen und Kakteen zu bewundern.
Bei unserer Rückkehr an den Strand war die Party schon im Gange. Sybrandus feierte Geburtstag (was er uns vorher nicht verraten hatte). Sybrandus aus Südafrika ist Englisch-Assistent an der selben Schule, an der Yvonne unterrichtet. Er ist der Held eines Zeitungsberichtes über Fremdsprachenassistenten. Seine Freundin ist Ärztin an einem Krankenhaus. Entsprechend gemischt war der Kreis der Partygäste. Neben der internationalen Schar der Assistenten gab es Eltern mit Kindern, eine Großmutter aus Frankreich, die gerne mal ihre Enkel auf Réunion für ein paar Wochen hütet und einen etwas nervigen freischaffenden Künstler aus Namibia.
Einige der Réunioner Partygäste hatten auch mal Deutsch in der Schule. Zur Demonstration wurde "O Tannenbaum" angestimmt - bei fast 25° am Strand unterm tropischen Sternenhimmel -, ein kleiner Vorgeschmack auf das nahende Weihnachten im Hochsommer.
Das Highlight des Tages stand uns dann allerdings noch zu Hause bevor: Wir schlummerten schon friedlich, als uns das Telefon aus dem Schlaf riss. Am anderen Ende der Leitung: Maria-Lourdes. Als sie aus der Dusche gekommen sei, hätte ihre Wohnungstür offen gestanden. Offenbar vermutete sie Einbrecher, Räuber, Mörder und Vergewaltiger in ihrer Wohnung und war in Tränen aufgelöst. Sie ließ sich nicht von Barbara überzeugen, dass der Grund für die offene Tür mit Sicherheit ein Windstoß gewesen sei. Innen zugesperrt hatte sie die Tür nicht, sie könne sie schließlich dann nicht mehr öffnen. Nach einer Weile glaubte sie dann doch, dass sich Türen auch von innen wieder aufsperren lassen. Zur weiteren Sicherheit riet ihr Barbara, dass sie die doppelten Balkontüren - innen Glastüren, außen Metalltüren - schließen sollte. Nach einigem Zögern wagte sie es, die einzelnen Zimmer und die Balkons zu untersuchen und die Türen zu schließen. Nach jedem Raum kehrte sie ans Telefon zurück - Barbara blieb in der Leitung - und meldete ihr Überleben. Zwischendurch rief ihr Freund aus Spanien am Handy an - Barbara musste wieder warten - und wurde unter Tränen um späteren Anruf gebeten. Leider ließ sich eine der Balkontüren nicht schließen. Wir boten an, uns die Tür anzuschauen, dazu noch oder alternativ unser Sofa als Übernachtungsmöglichkeit. Während der weiteren Verhandlung meldete sich mehrmals ihr verständlicherweise besorgter Freund, der immer wieder vertröstet wurde. Nach langem Hin und Her entschied sie sich gegen unsere beiden Angebote, verschloss die Tür, stellte einen Tisch davor und beendete das etwa halbstündige Gespräch.
2. November
Suche nach dem Internet
Nach dem langen Wochenende ist heute wieder ein normaler Wochentag. Eine neue Chance für den Klempner, vorbei zu kommen und unsere Balkontüren zu öffnen - leider hat er sie verstreichen lassen. Am Vormittag kam mal wieder Tuja kurz vorbei, die Barbara betreut, und brachte noch einige Unterrichtsmaterialien mit. Leider wusste sie auch keinen Rat wegen der Probleme in den Schulen - die gemischte Klasse in Petit Tampon und die mangelnde Möglichkeit zu kopieren in Bras-Creux.
Nachdem wir uns bisher mit relativ teuren Minutengebühren ins Internet eingewählt haben (so etwas wie Internet-by-Call gibt es in Frankreich nicht), stand heute die Suche nach einer günstigeren Alternative an. Am liebsten wäre uns natürlich ein DSL-Anschluss gewesen, seit gut einem Jahr funktioniert das auch hier im indischen Ozean ganz gut, wenn auch etwas teurer als im französischen Mutterland. Da wir hier in der Schule an eine Telefonanlage angeschlossen sind, scheidet diese Möglichkeit allerdings aus - das war uns selbstverständlich vorher bewusst, aber die Vorteile dieser Wohnung überwogen. Hier auf Réunion existiert auch ein Anbieter, der Internet über WLAN anbietet. Da damit ja nur geringe Reichweiten abgedeckt werden von einer Basis-Station aus, existieren aber nur wenige Gebiete in St. Denis und Umgebung, wo das bisher funktioniert. Inwieweit eine Satellitenverbindung (evtl. auch mit Rückkanal) möglich ist, hat Christian nicht weiter recherchiert.
Die letztendlich gewählte Lösung funktioniert ganz normal mit Modem über die Telefonleitung, erlaubt es aber, lange online zu bleiben: Wir können mit diesem Vertrag eines auf die französischen Übersee-Gebiete spezialisierten Anbieters zwischen 22 Uhr und 17 Uhr unbegrenzt online bleiben, für die Zeit dazwischen haben wir 50 Freistunden pro Monat.
Aufgrund ihrer Aktion vom Vorabend weiß Maria-Lourdes jetzt, dass ihre Balkone direkt an die unseren angrenzen, was sie sehr beruhigt. So kann sie zu unserer geteilten Freude jederzeit am Balkon nach uns rufen.
3. November
Rektorat
Mittwochs ist ja Barbaras freier Tag. Heute musste sie allerdings wegen ihres Arbeitsvertrages zum Rektorat in die Hauptstadt St.-Denis fahren. Natürlich haben wir die Gelegenheit der langen Fahrt genutzt, um etwas von der Insel zu sehen. Um die Staus um St.-Denis zu umgehen, sind wir quer über die Insel nach St.-Benoit gefahren und von dort aus nach Norden.Kurz hinter Le Tampon kam schon das erste Warnschild: Chamäleons kreuzen auf 2km. Gesehen haben wir allerdings keine. Dann kamen Weiden mit Kühen, so ganz passte die Vegetation nicht, aber im großen und ganzen schaut das dann doch sehr wie in der Schweiz oder dem Allgäu aus. Auf der Hochebene zwischen den Vulkanen waren wir leider in den Wolken, so dass wir den tollen Ausblick auf die Ostküste leider nicht genießen konnten. Etwa die Hälfte der 50km langen Strecke nach St.-Benoit besteht aus Passstraßen durch meist bewaldete Hänge. Nach einer Stunde waren wir also wieder in der stickigen Hitze der Küste.
Unser erster Gang in St.-Denis war zur Tourist-Info, um uns einen Stadtplan zu besorgen. Da das Rektorat über Mittag geschlossen hat, haben wir dann erst einmal an einem Camion-Bar typisch kreolische Spezialitäten gegessen. Das Rektorat zu finden, war dann nicht ganz einfach, denn die Wegbeschreibung aus der Tourist-Info ungenau und der Stadtplan nicht ausreichend.
Das moderne Gebäude selber war recht nett, es hat alles geklappt und Barbara bekam einen Abschlag auf ihren ersten Lohn schon für Anfang Dezember in Aussicht gestellt. Jetzt wollten wir nichts wie weg aus den verstopften Straßen der Hauptstadt und traten den Rückweg entlang der Westküste an.
Unsere erste Station war der Strand Boucan Canot, das gehört zu St.-Paul. Hier ist es sehr touristisch, an der palmenbepflanzten Strandpromenade ist eine teure Bar neben der andern. Unsere nächste Station war L'Hermitage, ein Strand, der auch von Einheimischen besucht wird. Dort haben wir uns selber auch an den Strand gelegt und Christian war auch im Wasser. Durch das vorgelagerte Korallenriff eignet sich dieser Strand sehr gut zum Baden. Viele Leute beobachten mit Taucherbrille und Schnorchel ausgerüstet die Fische in den Korallen.
Auf dem Heimweg gerieten wir leider in den Feierabendstau - die Staus sind übrigens eines der großen regionalpolitischen Themen hier auf der Insel. Trotzdem stand noch ein Strand auf dem Programm, nämlich der in Étang-Salé. Dieser Strand ist schwarz (wir sind ja hier auf einer Vulkaninsel) und deshalb im Sommer zu heiß, um barfuß dort herumzulaufen. Wir konnten dort noch den Sonnenuntergang genießen, bevor wir nach einem langen Tag wieder zu Hause ankamen.
4. November
Maria-Lourdes
Der Internet-Zugang (am Dienstag online beauftragt) funktioniert leider noch nicht, die Hotline meint, unsere Liquidität wird gerade noch geprüft und die entsprechende Spezial-Hotline ist erst ab 16 Uhr zu erreichen.
Ansonsten hat sich nicht sonderlich viel ereignet. Wir sind weiterhin auf der Suche nach einem Kühlschrank, der Kleinanzeigenmarkt hat leider bisher nichts hergegeben. Im Baumarkt haben wir auch gefragt, die haben leider keinen, die anderen Möbelgeschäfte haben nur immer ganz große und ganz teuere Kühlschränke.
Mit unserer Nachbarin Maria-Lourdes haben wir einige Probleme, und jetzt, da es zu einer Aussprache gekommen ist (siehe Einträge vom 8. und 9. Novemember), kann ich da auch etwas darüber schreiben. Aber erst einmal zur Vorgeschichte: Lourdes, eigentlich Grundschullehrerin in Spanien, kommt aus Madrid und hat einen französischen Freund, mit dem sie bisher dort zusammen gewohnt hat. Er hat ihr die Insel hier wohl etwas schmackhaft gemacht, weil es natürlich viele Franzosen aus dem Mutterland hierher zieht. Also hat sie Réunion als eines ihrer Ziele als Fremdsprachenassistentin angegeben und ist deswegen hier.
Als Teil Frankreichs ist Réunion für eine tropische Insel sehr europäisch geprägt (es gibt Schnellstraßen, ein zuverlässiges Gesundheitssystem, gut sortierte Supermärkte, etc.), das wurde ihr natürlich auch gesagt. Ihre Schlussfolgerung: Hier ist es wie in Paris oder Madrid. Vorgefunden hat sie Hitze, Moskitos und unpünktliche Busse. Als es darum ging, sie am Anfang zu betreuen oder eine Wohnung zu finden, herrschten Chaos und Desinteresse. Ihr Freund wollte so bald wie möglich nachkommen, bekommt aber das Madrider Appartment nicht untervermietet und hat außerdem einen interessanten Job in Spanien gefunden.
Bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit hat sie ihr schweres Schicksal beklagt. Wichtig war ihr jeweils, zu betonen, das alles in Madrid besser ist: Es gibt keine Moskitos, der ÖPNV ist pünktlich, es wird nicht so bald dunkel, es existiert ein ausgeprägtes Nachtleben. Aufgrund ihrer anfänglichen Schwierigkeiten war es noch nachvollziehbar, dass sie gelegentlich vielen von ihren Problemen erzählte, aber inzwischen hat sie eine günstige Wohnung und das Unterrichten in den Grundschulen hat sich ganz gut eingespielt. Nun stellt sich heraus, dass penetrantes, öffentlich zelebriertes Selbstmitleid, gepaart mit realitätsfremdem Anspruchsdenken, ihr Lebensinhalt ist. Barbara musste am meisten leiden, da sie Maria-Lourdes eben häufig mit in die Schule nahm. Jedesmal kam sie die gleiche Endlosschleife an Klagen zu hören, ohne das Maria-Lourdes Barbaras Antworten darauf überhaupt zur Kenntnis nahm. Aber auch viele andere sind inzwischen sehr von Maria-Lourdes genervt.
-Christian
5. November
Ze Tantines
Heute war ein äußerst langer, aber sehr erfolgreicher Tag. Das Auto gehört jetzt offiziell mir, der Fahrzeugbrief trägt meinen Namen, ich bin jetzt rundum versichert, also falls ich jetzt in Krankenhaus komme, werde ich wenigstens nicht arm dabei und einen Mediathekausweis habe ich jetzt auch.
Nachmittags hatte ich dann zum ersten Mal drei Klassen und nicht nur zwei hintereinander. Danach war ich völlig erschlagen und heißer vor lauter "Laterne, Laterne, Sonne, Mond und Sterne" singen. Überhaupt glaube ich, dass ich nach diesen 8 Monaten sämtliche Kinderlieder Deutschlands kann!
Abends waren wir mit Yvonne, der anderen Deutschassistentin in einem Theaterstück mit dem ausdrucksstarken Namen "ze Tantine". Für die die Kreolisch können, wird gleich klar sein, dass es um Frauen geht, um genau zu sein, um drei, die zusammen wohnen. Eine Kreolin, eine Malbar und eine Zoreille (Französin aus dem Metropole). Jede hatte ihre typische Rolle, die ausgeflippte Rastafranzösin, die hier ankommt und erst mal alles cool findet und ihre Bob Marley Sachen und Kuhkissen überall verstreut, die Malbar, die einen reichen Vater hat, aber keine Erfahrung mit Männern und die Kreolin, die nicht so viel Geld hat, aber penibel sauber ist. Also Chaos vorprogrammiert, aber in ihren Urteilen über die Männer sind sie sich alle einig – schließlich sind alle Männer gleich-, und doch sind am Ende 2 schwanger und 1 heiratet. Es war urkomisch, natürlich hatten wir manchmal ein par Probleme das Kreolisch zu verstehen, aber ich war doch erstaunt, wieviel Wörter ich schon kannte. Und Christian hat dank der Situationskomik auch folgen können und sich gut amüsiert.
-Barbara
6. November
Kaffeeklatsch
So, jetzt sind wir wieder um ein paar Euros ärmer, aber dafür an viel Deko reicher. Wir waren nämlich in St Pierre auf dem Wochenmarkt, einem Highlight, dem ich entgegen fiebere seit wir eine eigene Wohnung haben. Wie nicht anders zu erwarten werden wir die Wohnung mit Pareos dekorieren, so wie sich das hier gehört und bei diesen vielen weißen Wänden ist das sehr praktisch. Außerdem haben wir diese Hängekörbe gekauft (Christian nennt das Ampeln) damit wir da unseren ganzen Kleinkrust unterbringen, vor allem ich. ;-)
Und dann haben wir uns noch einen sehr schönen Spiegel gekauft, damit ich mich noch mal betrachten kann, bevor ich mal wieder gehetzt die Wohnung Richtung Schule verlasse und der dann so angebracht wird, dass Christian sich auch noch darin sehen kann, denn bei dem im Bad sieht er nicht mehr als sein Kinn.
Wie jeden Samstag haben wir uns mal wieder mit den anderen vielen Menschen in einen Supermarkt begeben, weil wir ja, solange wir keinen Kühlschrank haben, nicht sehr viele Sachen auf einmal kaufen können. Es gibt also einen Lichtblick, dass wir uns den Trubel Samstags nicht mehr geben müssen- und wenn ich einkaufen stressig finde, dann will das was heißen!
Nachmittags waren wir bei Anne, meiner ehemaligen Deutschlehrerin zum Kaffeeklatsch eingeladen mit einigen anderen Deutschsprachigen der Insel. Christian war als einziger Mann zugelassen. Er hat mit Bravour die Kuchen geschnitten und endlich mal ganz viel Deutsch sprechen können. Und wir sind von dort mit einem Teekessel, einem Bügeleisen, Bügelbrett und einem Radio-Kassettendeck zurückgekommen. Jetzt können wir also endlich Radio hören, falls ein Zyklon uns "überraschen" sollte und ich kann meine tollen Kinderliederkassetten anhören und noch mehr neue Lieder lernen. Wenn wir jetzt noch irgendwo einen Kühlschrank finden, dann ist alles geregelt, und der Alltag, auf den ich sehnsüchtig warte, weil der vor allem mehr Freizeit bedeutet, kann beginnen.
-Barbara
Als einzig zugelassener Mann habe ich in diesem weiblichen Netzwerk (die uns ja einen Teil der o.g. Haushaltsartikel einbrachten) gleich einen Einblick in die schillernde Welt der Frauenzeitschriften erhalten. Leider ist der leicht klischeehafte Artikel aus der Brigitte nicht komplett online.
-Christian
7. November
Flohmarkt
Alle vier Wochen ist Flohmarkt in Tampon, so auch heute. Für uns eine gute Gelegenheit, unseren Haushalt auf günstige Weise zu vervollständigen. Gekauft haben wir:
- ein Buch
- einen Schraubenzieher
- zwei Steckdosenleisten
- ein Regal fürs Bad
- Nägel
- einen Hammer
- einen Kartoffelstampfer (den wollte ich speziell für Süßkartoffeln)
- ein Kleid für Barbara
- zwei Töpfe
- eine Glasform für den Ofen
Die Frau von dem Stand mit der Glasform wollte uns auch gleich Tupperware für den Kühlschrank andrehen. Barbara, immer schlagfertig: "Geht nicht, wir haben keinen Kühlschrank. Aber wenn Sie uns einen Kühlschrank dazu verkaufen..." Und tatsächlich: Die Schwester von der Flohmarktverkäuferin hatte einen Kühlschrank zu verkaufen. Nachdem uns der Kaufpreis nach ihrer Beschreibung über Alter, Zustand und Größe angemessen erschien, tauschten wir Telefonnummern aus, um das weitere Vorgehen zu abzusprechen
Waltraud, eine der Deutschinnen vom Kaffeeklatsch tags zuvor hatte auch einen Stand dort, wir unterhielten uns noch kurz und kauften ihr einen Fimo-Dodo ab.
Manuelle wohnt ja in St. Pierre; bevor wir sie am Abend nach Hause gebracht haben, haben wir an einer Camion-Bar noch einige typische Spezialitäten gegessen: Wan Tans, Bouchons und Samoussas. Danach sind wir noch kurz etwas trinken gegangen, aber Maria-Lourdes hat mit ihrem Lamentieren uns anderen vier den Spaß ziemlich verdorben. Sie möchte lieber in St.-Pierre wohnen (hier gibt es etwas mehr Nachtleben als in Le Tampon), weiß aber dann nicht, wie sie tagsüber zu ihren Schulen in Tampon kommen soll.
-Christian